Who’s that Character? #3 Renje

Eigentlich hatte ich zuerst über Ella schreiben wollen, aber irgendwie hatte ich auf Ella nicht wirklich Lust, darum kommt nun einer meiner neusten Charaktere und einer, den ich wirklich sehr gern habe:

Renje

Renje ist mein Hauptcharakter in dem RPG von Kim und mir „Pegahirsch Inc.“ Man sollte vielleicht erwähnen, dass der Titel so gut wie nichts mit dem eigentlichen RPG zu tun hat. Der Titel hat den Ursprung in einer Herr der Ringe Badfic auf Verreissmich in der Pegahirsche als Fortbewegungsmittel der Elben eingeführt wurden. Herp. Derp. Da das RPG anfangs nur „just for Fun“ war und wir uuunbedingt einen oder mehrere Pegahirsche vorkommen lassen wollten und wir keine Ahnung hatten, wie wir dieses damals noch ambitionslose RPG nennen sollten, haben wir es kurzum Pegahirsch genannt.

Als wir mit dem RPG begonnen hatten war ich mir nicht sicher, ob ich einen weiblichen oder männlichen Charakter machen sollte. Ich war durchaus bereit mal was neues auszuprobieren, denn bisher hatte ich immer nur weibliche Hauptcharaktere und vielleicht einen männlichen Nebencharakter. Aber meist waren das entweder platte Antagonisten (Jukkeeman) oder Gag-Charaktere (Armaldo & Skorgla). Prinzipiell hätte ich auch einen männlichen Charakter erstellen können, obwohl Kim meinte, sie würde lieber einen Kerl spielen, aber irgendwie ist das bei mir im Kopf drin, dass die Hauptcharaktere Männlich und Weiblich sein sollten. Einfach der dynamik wegen. Vielleicht war ich auch ein wenig froh drum, nicht gleich experimentieren zu müssen. Vielleicht wäre Pegahirsch sonst gefloppt.

Im Gegensatz zu meinen anderen Charakteren, war bei Renje zuerst der Charakter da und erst danach das Charakterdesign. Am schlimmsten war glaube ich aber es den Namen auszusuchen. Ich wollte unbedingt einen Namen mit einem J drin. Ich weiß nicht warum, aber das war der Ursprung von Renjes Namen. Ich hatte viele Namen mit J im Kopf, ich denke ich war fasziniert von dem Namen „Marje“ aus einem Buch das ich vor 2 Jahren oder so gelesen habe. Ich hatte auch in Erwägung gezogen diesen Namen zu benutzen, aber ich klaue ungern Namen. Anje war auch ein Kandidat gewesen, aber es hatte zu sehr was von Anjela? Wie ich auf Renje gekommen bin, weiß ich nicht mehr, aber ich bereue die Wahl bis heute nicht.

Ich weiß gar nicht, wo ich ansetzen soll, wenn ich von Renje schreibe. Vielleicht damit, was sie ist. Renje ist Magierin, und eine ziemlich talentierte noch dazu. Eigentlich sollte sie nur ein wenig überdurchschnittlich sein, aber Plotbedingt ist sie wohl nun doch ziemlich außergewöhnlich. Ich befürchte ständig, dass sie zu Mary Sue ist, aber so lange Kim mir das verneint, ist es wohl ok x) Schließlich ist ja ihre Meinung die Einzige, die zählt. Pegahirsch bekommt in der jetzigen Form schließlich niemand zu lesen.

Die Magie, die sie ausübt besteht aus sehr ausfallendem Armgefuchtel und hat demnach auch ziemliche Schwächen, die im Laufe des RPGs zum tragen kommen (So ist sie zum Beispiel ohne ihre Hände bewegen zu können vollkommen Machtlos)

Zum Zeitpunkt des RPGs ist Renje 21 Jahre alt (was nicht daher kommt, dass ich zu dem Zeitpunkt auch 21 war, sondern weil sie a) kein teenie sein sollte b) nicht zu alt und c) trotzdem alt genug, um ihre Hintergrundgeschichte unterzubringen) Aufgewachsen ist sie in einem Kaff Namens Istere, einem Vorort der Stadt Ellerin in Palanthea Tochter eines Hochrangigen Magiers (Thurin) der dort ansässigen Magiergilde und einer gewöhnlichen, bürgerlichen Frau (Faria). Sie hat außerdem einen drei Jahre älteren Bruder namens Firian. Im Alter von 6 Jahren verlor sie ihre Mutter an eine unheilbare Krankheit. Die Ohrringe, die sie trägt sind von ihr, die Löcher hatte sie sich selbst gestochen und lag deshalb erstmal mit einer Blutvergiftung flach. Soviel dazu.

Ihre Begabung in Magie stellte ihr Vater kurz darauf fest, konnte sie aber nicht selbst unterrichten, da er mit seinen Pflichten in der Gilde und der Unterrichtung ihres weitaus weniger talentierten Bruders beschäftigt war. Deshalb gab er sie in die Obhut von Lionel, einem guten Freund, der in der Zeit so etwas wie Renjes zweiter Vater wurde.

Aber es kann nicht alles glatt gehen in der Vergangenheit meiner Charaktere. Ich versuche immer möglichst eine allzudramatische Vergangenheit zu umgehen, damit ich nicht plötzlich eine Mary Sue habe, die ich nicht bändigen kann, aber meine Charaktere sind wie sie sind. Und sind eigentlich immer selber Schuld an der Scheiß, der ihnen passiert.

Renje ist leicht reizbar und impulsiv. Sehr sogar und deshalb geriet sie schon früh in Schwierigkeiten, kam jedoch wegen ihrem einflussreichen Vater immer mit einem blauen Auge davon. Wogegen sie jedoch nichts unternehmen konnte, war dass ein Magier namens Goryz, dem sie ein paar Mal zu oft auf den Schlips getreten war, ihren Ruf in den Dreck zog. Mit 16 Jahren schloss sie ihre Ausbildung ab und nahm Aufträge im Namen der Gilde an. Da sie jedoch sehr temperamentvoll ist, hatte sie zunehmends Probleme diese reibungslos abzuschließen und war gemeinhin als das „schwarze Schaf“ der Gilde bekannt.

Als der Krieg zwischen Palanthea und An’Arishina ausbrach, starb ihr Vater sehr früh in den Kämpfen. Ihr Bruder verschwand spurlos und auch ihn hielt sie für tot. Die Aussichtslosigkeit des Krieges veranlasste sie dazu sich vor der Verantwortung, die sie als Gildemitglied zu Kriegszeiten hatte zu entziehen und versteckte sich vor alldenjenigen, die sie zur Front bringen wollten.

Sie reiste in der Zeit viel durch Palanthea und stieß dadurch immer öfter auf abtrünnige Magier. Dabei lernte sie Rohke kennen, eine Magierin mit einer sehr fragwürdigen Moral. Im Gegensatz zu den meisten Abtrünnigen, war sie noch vollauf bei Verstand, wenn man davon absah, dass sie eine Vollzeit Nekromantin war. Wegen ihrer Wissbegierde ließ sich Renje darauf ein von Rohke zu lernen und lernte so Magie, die von der Gilde verboten war. Allen voran Nekromantie und die Fähigkeit anderen im Kopf herumzupfuschen.

Jedoch fürchtete Renje Rohke und mehr und mehr wurde ihr bewusst, dass sie nicht die Freiheit hatte zu gehen, wann es ihr beliebte. Später bezeichnet Renje Rohke als diejenige, die ihr das Fürchten gelehrt hatte. Deshalb floh sie eines Tages, was natürlich nicht unbemerkt blieb und einige Zeit hatte sie neben denjenigen, die sie rekrutieren wollten noch die wilden Magier, die sie töten wollten am Hals.

Renjes Weg führte sie daraufhin nach Rennere, einer Stadt in der der Adel große Macht hat. Eigentlich hatte sie sich dort nur eine Weile unbemerkt aufhalten wollen, doch wie es nunmal so ist funktioiert sowas selten. Es handelte sich um einen Mordfall, der in Rennere stattgefunden hatte und unter den Tisch gekehrt wurde. Per Zufall stieß Renje jedoch auf einen Zeugen, der sich jedoch weigerte auszusagen und kurzum benutzte sie eine ihrer neuerworbenen verbotenen Fähigkeiten und pflanzte dem Zeugen so das Bedürfnis ein aussagen zu wollen. Über kurz oder lang kam allerdings dann doch ihre Beihilfe dabei heraus und die Gilde bekam davon Wind. Man schickte Magier aus um sie festzunehmen, doch hier zahlte sich Renjes angeborene Überlegenheit aus und sie entkam nach einem fulminanten Duell mit 3 Magiern. Danach tauchte sie wieder unter, wurde jedoch als sie kurzzeitig bei ihrer Großmutter Halt machte in die Enge getrieben.

Ab diesem Punkt setzt nun das RPG ein. Man muss dazu sagen, dass das RPG ursprünglich ja bloß ein witziger Zeitvertreib sein sollte und da noch nicht sehr viel Hintergrund hinter Renjes Charakter steckte. Weshalb sich Renje wohl auch da in die Enge hat treiben lassen. Die heutige Renje hätte das niemals mit sich machen lassen. Besonders da diejenigen, die sie in die Enge trieben nicht mal Magier waren, sondern Gesandte vom Palast aus Carthagne waren. Man stellte sie vor die Wahl: Entweder sie nimmt den Auftrag an, den Prinzen Cian zurück zu bringen, der von An’Arishinern entführt worden war oder sie muss ins Exil. Natürlich musste sie den Auftrag nicht alleine ausführen, nein, man stellte ihr ihren „Mitarbeiter“ vor: Ein in ihren Augen nicht gerade kometenter und etwas abgerissen aussehender Grenzwächter namens Darys. Ihre Meinung von ihm war zunächst wirklich nicht sehr hoch. Er war abergläubisch und hielt sie für eine Hexe, die ihn jederzeit in einen Frosch verwandeln würde. Auf der anderen Seite versuchte er sie herumzukommandieren. Renje tat das aber alles immer mit einer guten Prise Humor ab und machte sich in Gedanken über den Einfaltspinsel lustig.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch fest entschlossen dieses RPG ohne Ships zu spielen. Wirklich.

Mit der Zeit konnten sich Renje und Darys irgenwie arrangieren. Wobei Renje wohl diejenige war die etwas lockerer mit der Sache umging als Darys. Vielleicht sollte man erwähnen, dass Renje in der ganzen Zeit, also in den bisher 21 Jahren ihres Lebens noch nie eine nähere Bindung mit einem Mann gehabt hatte. Sie hatte zwar ein Bild von einem Traummann, doch entweder man ging ihr aus dem Weg weil man wusste, wer sie war oder einfach der Tatsache wegen, dass sie eine Magierin war. Und naiv und gutgläubig war sie in dem Fall außerdem auch noch, dass man sie wenn dann ausgenutzt hatte.

Aber zurück zu Darys. Während sie zusammen reisten verstanden sie sich mit der Zeit immer besser und aus Geldersparnisgründen täuschten sie eine Ehe vor um Doppelzimmer in Herbergen bekommen zu können. Sie retteten sich außerdem ständig gegenseitig das Leben und irgendwie kam es dann wie es kommen musste. Mit zwei Hardcoreshippern als Spielern eigentlich unvermeidlich. Wie konnten wir nur glauben, dass wir dieses RPG shipfrei spielen könnten?

Vielleicht sollte ich kurz anreißen, worum es genau in dem RPG geht. Wohlgemerkt war es zu Anfang nur ein „Rumreisen und Prinz retten“ RPG das eigentlich nicht wirklich ein „Ziel“ hatte. Zu dem Zeitpunk ind er Geschichte, an dem ich nun aber angekommen bin fing es langsam an einen richtigen Plo zu entwickeln. Entführer des Prinzen waren die Herzogin Riel und ihr Liebhaber Lord Igtrez, ein An’Arishinischer Magierlord. Für Riel interessiert sich im Grunde aber keiner wirklich, denn die wahre Bedrohung ist Igtrez mit seiner Untergrundorganisation und seiner Ambition einen Gott zu stürzen und seinen Platz einzunehmen. Dafür benötigt er einige Seiten auf denen ein magischer Text in einer ausgestorbenen Sprache steht. Und wie es der Zufall so will, befinden sich Darys und Renje im Besitz zweier dieser Seiten. Die eigentlich ein Gimmick sein sollten. Ein Grund weshalb Igtrez auf sie aufmerksam wird. Und eine Möglichkeit Igtrez zu besiegen. Tja, geschissen.

Renje und Darys wissen lange nicht, was es mit den Seiten auf sich hat, denn Renje kann nur wenige Worte dieser Seiten entziffern also suchen sie Hilfe bei Lionel, der nun in Alkredan lebt um in die große Bibliothek dort zu kommen. Von ihm erfahren sie jedoch, dass die Gilde nicht vorhat Renje wieder aufzunehmen, selbst wenn sie den Auftrag erledigt. Obwohl man ihr das versprochen hatte. Daraufhin hat sie eine kleine Existenzkrise, denn sie weiß nicht mehr wohin sie gehen soll. Wenn sie aufgibt, wird man sie ins Exil schicken. Wenn sie weiter macht kann sie keine Belohnung dafür erwarten. Und außer ihrer Großmutter ist ihre ganze Familie tot. Darys schickt sie schließlich fort, natürlich nicht ohne einen Abschiedskuss ;D der ihn und sie gleichermaßen verwirrt. Nungut.

Renje trennt sich also von Darys und lernt dann Thorwulf kennen, der sie dann dazu bringt wieder umzukehren. Und ihr außerdem Magie ohne Armgefuchtel beibringt. Wir nennen ihn auch liebevoll Papa Thorwulf oder Thorwulf-sensei. Aber er hat sich auch sehr liebevoll um die kleine, verwirrte Renje gekümmert. Ich will hier aber nicht das ganze RPG wiedergeben. Der Rest lässt sich aber auch gut zusammenfassen, dass Renje einsieht, dass sie sich in Darys verliebt hat. Er sich ebenfalls in sie und. Naja. Man kann sich ja denken, worauf es hinausläuft. Das ganze nennt sich übrigens Froschschenkelshipping.

Kommen wir zu Renjes Macken. Sie hat einige. Einmal davon abgesehen, dass sie wie gesagt sehr impulsiv ist und wenig über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenkt ist sie im betrunkenen Zustand noch schlimmer. Es ist bisher nur zweimal vorgekommen, doch das eine Mal war sie hochgradig zickig, das andere Mal hat sie sich an Darys rangeschmissen. Und sie waren nicht mal allein im Raum. Sie hat relativ wenig schamgefühl, was ihren Körper anbelangt, da sie in einer nicht religiösen Gesellschaft aufgewachsen ist. Wenn sie von Darys spricht, gerät sie außerdem sehr leicht ins Schwärmen.

Dass sie eine sehr begabte und mächtige Magierin ist, ist sie sich außderm sehr bewusst und ist deshalb ein wenig überhblich. Sie hat einen Hang dazu sich selbst in Szene zu stellen und liebt dramatische Auftritte (wie zb ein flatternder Umhang.) Sobald sie jedoch das Gefühl verspürt unterlegen zu sein bekommt sie beinahe panische Angst. Was darauf zurückzuführen ist, dass sogar ihr Vater, zu dem sie immer aufgesehen hatte, im Krieg gestorben ist. Wie bereits erwähnt ist sie sehr unsicher und naiv was Männer anbelangt. Ansonsten ist sie eigentlich recht zynisch.

Äußerlich wird sie oft als hübsch bezeichnet, sie selbst legt allerdings relativ wenig Wert auf ihr Äußeres. Sie mag ihre vollen, widerspenstigen Haare nicht, die sie deshalb lange Zeit recht kurz getragen hatte. Seitdem sie jedoch nicht mehr in der Gilde wohnt trägt sie sie lang und versucht sie damit zu bändigen, indem sie sie flechtet. Mittlerweile tut sie es schon reflexartig wenn sie am nachdenken ist. Alternativ zwirbelt sie ihre Haare auf ihren Finger auf.

Mal von ihrer grenzenlosen Liebe zu Darys abgesehen, gibt es nur eine Handvoll Menschen, die ihr wirklich wichtig sind. Lionel ist so etwas wie ihr Vaterersatz, ihre Großmutter Nan hat sie zwar gern, doch relativ wenig Bindung mit ihr. Thorwulf ist ihr in der kurzen Zeit, die sie ihn kennt sehr ans Herz gewachsen und eine Person, an die sie sich wenden kann um Rat zu suchen. Sie hat auch das Gefühl ihm etwas schuldig zu sein, da er derjenige gewesen ist, der sie zur Umkehr gebracht hat und sie nur aus diesem Grund rechtzeitig zurück waren um Darys vor dem sonst sicheren Tod zu retten. Lanjana, eine weitere Mitstreiterin,  die später dazugestoßen ist, war sie zunächst sehr misstrauisch gegenüber. Mit der Zeit hatte sie sich aber mit ihr angefreundet, obwohl sie wusste, dass ihre Loyalität woanders ist und ist sowas wie ihre erste richtige Freundin. Dem letzte Mitstreiter, Aren, ist sie relativ gleichgültig gegenüber. Sie hat nichts gegen ihn, doch seine Feindseligkeit ihr gegenüber macht es ihr nicht gerade leicht mit ihm gut auszukommen.

Was die Zukunft so für Renje zu bieten hat? Höhö nun, das werden wir sehen x) Ich weiß zumindest, welche Richtung sie einschlagen wird. Wie sich das ganze jedoch entwickelt steht noch in den Sternen.

2 Responses to “Who’s that Character? #3 Renje”


  1. 1 BlueNa 01/12/2012 um 15:56

    Ein paar sehr schöne Bilder!!! Aus welchem Buch ist denn „Marje“?

    LG
    Katha


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s





%d Bloggern gefällt das: